Aus technischer Sicht könnte ein aus den USA oder Kanada importiertes Fahrzeug problemlos
in Europa gefahren werden. Gleichwohl kann ein Importfahrzeug erst dann in Deutschland zu-
gelassen werden, wenn einige bürokratische u. technische Hürden übersprungen worden sind.

So muss zwingend eine Voll-Abnahme (in den alten Bundesländern nur bei TÜV Prüfstellen)
gemäß § 21 StVZO erfolgen.
Im wesentlichen besagt diese Vorschrift, dass Fahrzeuge, die nicht zu einem genehmigten Typ
gehören, eine Betriebserlaubnis für Einzelfahrzeuge erlangen müssen.
Dies ist aber nur möglich, wenn ein amtlich anerkannter Sachverständiger in einem Gutachten
bestätigt, dass das Fahrzeug technisch korrekt beschrieben ist und den geltenden Vorschriften
entspricht. Sofern das Fahrzeug nicht den geltenden Vorschriften entspricht, muss man darüber
hinaus Ausnahmegenehmigungen vom Straßenverkehrsamt oder vom Regierungspräsidenten
erhalten.
Hat man dann den deutschen Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief erhalten, kann das Fahrzeug
noch immer nicht zugelassen werden, da im Regelfall (abhängig vom Alter des Fahrzeugs) zu-
sätzlich eine Abgassonderuntersuchung (AU) erfolgen muss.
Erst danach ist das Fahrzeug endlich zulassungsfertig und kann beim Straßenverkehrsamt an-
gemeldet werden.
Um ein US-Fahrzeug zulassungsfertig zu machen, bedarf es neben der Durchführung des oben
beschriebenen Vorgehens noch einer Vielzahl weiterer Schritte.

Im einzelnen gilt es Folgendes zu unternehmen:

  • Einholung der Zollunbedenklichkeitsbescheinigung
  • Beantragung der Kraftfahrtbundesamt-Auskunft
  • Zusammenstellung der Herkunftsdokumente (US-Title/MSO, Canadian Ownership)
  • Erstellung des Fahrzeugdatenblattes
  • Erstellung Lichttechnisches Gutachten
  • Erstellung des Abgasverhaltensgutachten
  • Umrüstung des Fahrzeugs gemäß der StVZO
  • Beantragung des deutschen Kraftfahrzeugbriefes
  • Fahrzeug Vorführung und Voll-Abnahme
  • Erwirkung des deutschen Kfz.-Briefes und Einholung der erforderlichen Ausnahmegenehmigungen
  • Durchführung der Abgassonderuntersuchung (AU), notwendig bei Kfz mit Ottomotor Erstzulassung ab dem 1. Juli 1969 bzw. ab dem 1. Januar 1977 bei Diesel-Kfz.


Voll-Abnahmen nach §21 StVZO für Importfahrzeuge sind also ohne Frage aufwendig.
Unser Know-how in diesem Bereich versetzt uns in die Lage, fast jedes Fahrzeug vom
Nordameriakenischen Fahrzeugmarkt umzurüsten. Das umgerüstete Fahrzeug wird dann
vom TÜV Nord in unserem Hause abgenommen und Ihnen zulassungsfertig übergeben.


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