Im wesentlichen gibt es zwei Arten des Seetransportes; zum einen die Container-Verschiffung und
zum anderen die RoRo-Verschiffung.
Wir gehen im Folgenden auf die grundsätzlichen Unterschiede dieser beiden Verschiffungsarten ein.
Für die ganz Eiligen unter Ihnen besteht selbstverständlich auch die Möglichkeit, sich Ihr Traumfahr-
zeug per Flugzeug kommen zu lassen.
Diesen Bereich möchten wir an dieser Stelle nicht vertiefen, weil der Lufttransport nur relativ selten
verlangt wird. Sollten Sie daran interessiert sein, erstellen wir Ihnen gerne ein Angebot für das von
Ihnen gewünschte Fahrzeug.


Container-Verschiffung

Anfang der 50ziger Jahre des 20. Jahrhunderts kam dem Spediteur, Malcom McLean, im Alter von
42 Jahren eine geniale Idee. Er überlegte sich, dass es doch praktisch wäre, ein einheitliches Pack-
oder Transportformat im Schiffsverkehr zu haben.
Bis zu diesem Zeitpunkt wurden alle Handelsschiffe manuell von einfachen Hafenarbeitern entladen,
die Ware ins Lagerhaus gebracht, um sie dann später auf einen LKW zu laden.
Eine mühsame und kostenintensive Arbeit.
Am Morgen des 25. April 1956 war es soweit. Als erster Containerfrachter steuerte die "Ideal X" von
Port Newark (New Jersey) an der amerikanischen Ostküste entlang nach Houston (Texas).
Das Entladen von 10.000 Tonnen Fracht dauerte statt der bisher üblichen 10 Tage nur noch 3 Tage
und die Kosten sanken von 6 Dollar pro Tonne auf 16 cent pro Tonne. Der Siegeszug des Container-
schiffs war von da an nicht mehr aufzuhalten.
Die Folge waren Massenentlassungen bei den Hafenarbeitern und auf der anderen Seite der Bau
hunderter neuer Containerschiffe.
Mit der einige Jahre später erfolgten Einführung des weltweit genormten ISO-Containers hatte M.
McLean seine Vision von einer geschlossenen Land-See-Transportkette endgültig erfolgreich umge-
setzt.
Die heutzutage am meisten genutzten ISO-Container-Typen sind der 20 Fuß (6,096 m) Container mit
der international gültigen Bezeichnung TEU ("Twenty-foot-Equivalent Unit") und der 40 Fuß (12,19 m)
Container mit der international gültigen Bezeichnung FEU ("Fourty-foot Equivalent Unit").
Diese zwei Container-Typen haben übrigens eine identische Breite von 8 Fuß, was 2,44 m entspricht.



RoRo-Verschiffung

RoRo (Roll on Roll off) bedeutet nichts anderes, als dass ein Fahrer das Fahrzeug mit eigenem Antrieb
und auf eigener Achse in den Laderaum des Schiffes fährt (übrigens auch wieder heraus). Bereits in den
20ziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurden RoRo-Schiffe erfolgreich eingesetzt.
Der Impuls dazu ging zum einen von den enorm gestiegenen Produktions- und Verschiffungszahlen für
Autos aus, die nun eine auf längere Sicht kalkulierbare Dimension angenommen hatten.
Zum anderen entwickelte sich der Automobilmarkt allmählich zu einem Weltmarkt, in dem Europa, USA
und Asien ihre Produkte austauschten und die Reeder ihre Schiffe auf Reisen in alle Richtungen mit Kraft-
fahrzeugladungen auslasten konnten.
Die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts brachten den Durchbruch zum großen RoRo-Autotransporter mit
einem Fassungsvermögen von 3000 bis 6000 Personenwagen. Um diese Schiffe, die ausschließlich zum
Transport von rollender Ladung zu verwenden sind, von anderen RoRo-Schiffen wie zum Beispiel Fähren
oder von solchen RoRo-Schiffen zu unterscheiden, die auch gemischte Ladungen vom Auto über Sperrgut
auf Trailern bis hin zum Container transportieren können, führte man in den sechziger Jahren zwei unter-
schiedliche Kategoriebezeichnungen ein.
Das Kürzel " PCC " bezeichnet den "Pure Car Carrier" (reiner Autotransporter) und das Kürzel "PCTC" den
"Pure Car Truck Carrier" (reiner Auto-und Nutzfahrzeugtransporter) ,der gleichzeitig auch andere rollende
Ladung befördern kann.
Speziell die "PCTC" mit Ihren in der Höhe verstellbaren Decks sind heute probate Transportmittel für alle
rollenden Güter wie Lastkraftwagen, Schienenfahrzeuge, Bau- oder Erntemaschinen und Militärfahrzeuge.
Dass die Autotransporter nicht noch breiter wurden, liegt daran, dass die Passage des Panamakanals mit
der maximalen Durchfahrtsbreite von 32,31 m möglich bleiben soll, um die Schiffe ohne große Umwege im "Round-the-world-Verkehr" einsetzen zu können.

Doch Mitte der neunziger Jahre brach der RoRo-Autotransport deutlich ein. Der Hauptgrund hierfür war,
dass vor allem die japanischen Hersteller, bisher führend im RoRo-Transport mit einer Million Fahrzeugen
im Jahr nach USA und Europa, zum einen Produktionswerke in den Abnehmerländern errichtet hatten und
zum anderen damit begannen, Autos in einem gewissen Umfang auch in Einzelteilen auf Containerschiffen
zu versenden und erst vor Ort zusammenbauen, um auf diese Weise die hohen Einfuhrzölle zu umgehen.
Bis heute hat die Verschiffung mit RoRo-Autotransportern international stark an Bedeutung verloren.
Auch wir wickeln 90 % unserer Überseetransporte mit Containern ab, wobei es jedoch einige Häfen an der
Ostküste der USA gibt, die nur RoRo-Verschiffung anbieten.


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