US-Felgen sind zur Zeit einfach angesagt. Vor allem verchromte oder hochglanzpolierte Felgen erfreuen
sich einer großen Nachfrage, denn sie verleihen jedem Auto das gewisse Etwas. Leider tummeln sich am
Markt eine Menge unseriöse Anbieter, die Kunden falsch über die Notwendigkeit u. die Voraussetzungen
einer Eintragung von Felgen informieren.
Sobald die techn. Daten der Felge (wie z.B. Breite und Größe) von den Angaben des Fahrzeugscheins be-
ziehungsweise der Zulassungsbescheinigung Teil I abweichen und keine " Allgemeine Betriebserlaubnis",
kurz ABE genannt, vorliegt, muss eine Einzelabnahme bei Fahrzeugprüfstellen erfolgen.
Oft wird den Kunden vorgegaukelt, die Felgen wären schon positiv vom TÜV geprüft worden und es läge
ein TÜV-Teilegutachten vor oder eine Einzelabnahme sei problemlos möglich. Letztendlich stellt sich dann
aber häufig heraus, dass die wunderschönen Felgen auch per Sonderabnahme nicht eingetragen werden
können, weil die eintragungsrelevanten Daten schlichtweg nicht vorhanden sind.

Amerikanische Felgen, die ausschließlich für den Tuning-Markt in Nord-Amerika produziert werden, weisen im Regelfall lediglich eine Information zur Tragkraft auf; die maximale Tragkraft wird in die Felge eingeschlagen. Dies ist für die Eintragung der US-Felge in Deutschland nicht immer ausreichend. In Deutschland ist die problemlose Sonderabnahme einer US-Felge erst dann möglich, wenn eine Vielzahl von Informationen zur Felge vorliegen. Dies sind insbesondere:

Informationen zur Felge

  • Informationen zur Felge
  • Hersteller
  • Größenangaben
  • Einpresstiefe
  • Materialgutachten


Die Erstellung eines Materialgutachtens durch eine zertifizierte Prüfanstalt oder ein zertifiziertes Prüf-
institut ist übrigens sehr aufwändig. So werden folgende Tests mit den Aluminium-Felgen (vier Stück)
durchgeführt:

Prüfverfahren

  • Prüfung der Passgenauigkeit am Fahrzeug
  • Prüfung des Fahrverhaltens
  • Prüfung des Abrollverhaltens
  • Biegeumlauf – Prüfung
  • Impact - Prüfung


Da die Tests nicht zerstörungsfrei durchgeführt werden, sind die Felgen am Ende der Prüfung nur noch
Schrott ( wenn auch teurer Schrott ). Sofern der Prüfbericht positiv ausgefallen ist, kann eine ABE, auch
Allgemeine Betriebserlaubnis genannt, für bestimmte Modellreihen beantragt werden.
Ein Materialgutachten ist also von großer Bedeutung für die erfolgreiche Abnahme einer US-Felge und
damit auch für die Eintragung durch TÜV oder DEKRA.
Für die meisten US-Felgen liegt aber kein derartiges Materialgutachten vor (und somit auch keine ABE),
und zwar allein schon deshalb, weil sich die Kosten der Tests für ein Materialgutachten auf bis zu 6000,-
Euro belaufen können.
Viele amerikanischen Hersteller scheuen diesen Kostenaufwand , weil der deutsche Markt für sie zu un-
bedeutend ist. Dies bedeutet natürlich nicht, das die US-Hersteller ihre Aluminiumfelgen nicht auch sehr
umfangreichen Testprogrammen unterwerfen, die Prüfnormen sind aber unterschiedlich.
Gerne stehen wir Ihnen mit Rat und Tat beim Thema Felgen zur Seite. Kontaktieren Sie uns einfach.


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